Nie wieder Augenringe – die iPhone App Sleep Cycle soll es möglich machen

Mittwoch, 3. Februar 2010

Wer kennt es nicht? Das allmorgendliche Aufstehen kann für viele Menschen zur wahren Qual werden, erscheint doch die Nacht viel zu kurz und der kommende Tag viel zu lang. Wissenschaftler bestätigen nun, dass das Gefühl der Unausgeschlafenheit durch das Herausreißen aus der Tiefschlafphase herrührt. Ein iPhone App Entwickler aus Schweden hat sich das Prinzip der so genannten Schlafphasenwecker genau angeschaut und eine Applikation für das iPhone entwickelt.
Doch funktioniert es wirklich?

Schlafphasenwecker funktionieren nach dem Prinzip, den Schläfer in einer möglichst günstigen Schlafphase zu wecken, damit Empfindungen wie Müdigkeit, Schlappheit und schlechte Laune am Morgen möglichst minimiert werden. Dazu wird dem Schläfer am Handgelenk ein Sensor befestigt, der Bewegungen des Schlafenden erfasst und so erkennen kann in welcher Phase des erholsamen Schlafs sich dieser befindet. Bewegt sich der Träumende innerhalb des definierten Wunschzeitfensters verstärkt, erkennt der „intelligente“ Wecker, dass die Person in diesem Moment einen leichten Schlaf hat und beginnt zu piepsen. Sanftes Wecken nennen es Hersteller und sehen eine Marktlücke, die es in sich hat.

Dass die Schlafphasenwecker mit rund 200 Euro noch sehr teuer sind, macht sich Apple zu Nutzen und vertreibt in seinem App-Store die iPhone App Sleep Cycle. Nachts neben dem Kissen abgelegt, erkennt das schlaue Handy die Bewegungen des Schlafenden und soll nach dem selben Prinzip des Schlafphasenweckers erst dann wecken, wenn die Leichtschlafphase erreicht wurde. Durch die Erschütterungen der Matratze erkennt das iPhone mit sensiblen Sensoren, ob sich der Schläfer in einer Traum- oder Tiefschlafphase befindet und beginnt erst zu piepsen, wenn Bewegung in den schlafenden Körper kommt.
Die User jubilieren, in sämtlichen Foren wird die App hochgelobt – und die Verkaufszahlen sprechen für sich. Sleep Cycle kostet im App-Store 79 Cent und wurde schon tausendfach verkauft.

Die Kritiker bleiben trotz der Liebe des Publikums zur neuen „Traum-App“ skeptisch und stellen es  gegenüber Ergebnissen der Schlafanalyse der iPhone App. Diese stimmten nicht überein – monieren sie und überhaupt, ob es denn gesund sei, das iPhone die ganze Nacht neben dem Kopfkissen liegen zu haben? Schließlich sei die Strahlungsgefahr noch nicht komplett ausgeschlossen.

Befürworter vom Sleep Cycle winken ab, schließlich könnten User dieser iPhone App den Flugzeugmodus aktivieren und so die Strahlung vermeiden. Sie schwören auf die positive Wirkung der iPhone App Sleep Cycle, freuen sich auf erholsamen Schlaf und vor allem ein angenehmes Aufwachen – und wenn es hilft, warum soll man es in Frage stellen, oder?