WhatsApp birgt so manche Gefahr für User: Nachrichten werden mitgelesen

Freitag, 3. August 2012

WhatsApp ist eine Instant Messaging-App für Smartphones mit der es möglich ist Texte, Bilder, Videos und Audiodateien an andere Benutzer zu versenden. WhatsApp verlangt keine Gebühr pro Nachricht, sondern kostet unabhängig der Datenmenge, die versendet wird, 0,99 US-Dollar pro Jahr. Täglich werden weltweit circa zwei Milliarden Nachrichten über die App verschickt.

Sicherheitsbedenken

Bereits im Mai 2011 wurde eine eklatante Sicherheitslücke bei der Anwendung entdeckt. Es wurde festgestellt, dass Konversationen sehr leicht ausgespäht werden können, da diese nicht verschlüsselt versendet werden. Nun erreicht die Anwendung beim Test der Computerbild die Note mangelhaft, der Sicherheitsdienstleister G – Data hat sogar ausdrücklich vor der Benutzung der App gewarnt. Gründe hierfür sind zum Beispiel die bereits angesprochene unverschlüsselte Übertragung der Daten. Mithilfe von Spionageprogrammen wie beispielsweise „WhatsApp Sniffer“, die teilweise sogar frei erhältlich im „Google PlayStore“ sind, ist es somit ohne größeren Aufwand möglich, WhatsApp Konversationen auszulesen. Es besteht sogar die Möglichkeit, die genaue Position eines Handys zu bestimmen, ohne dass der Benutzer davon etwas bemerkt. Voraussetzung hierfür ist lediglich ein gerootetes Gerät sowie eine installiert App. Ein weiterer entscheidender Kritikpunkt ist, dass die Betreiber der Anwendung das komplette Adressbuch eines Handys in der Anwendung laden, wofür genau aber diese Daten verwendet werden, bleibt unklar.

WhatsApp ist eine der beliebtesten Anwendungen für Smartphones, weil es möglich ist eine gigantische Menge an Daten für einen sehr geringen Jahresbeitrag zu versenden. Wer jedoch inhaltlich wichtige Nachrichten damit versendet, sollte von dieser Anwendung lieber die Finger lassen. Die Sicherheitsdefizite sind einfach zu groß. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Entwickler jegliche Transparenz bezüglich der Datenverwendung vermissen lassen.